Freelancer oder Festanstellung? Der Kostenvergleich für KI-Rollen
Eine feste KI-Fachkraft kostet je produktivem Tag 51 bis 59 Prozent des Freelancer-Tagessatzes, startet bei üblicher Suchdauer und drei Monaten Kündigungsfrist aber erst nach 6 bis 8 Monaten. Je nach Rolle, Tagessatz, Gehalt und Arbeitsplatzkosten ist die Festanstellung ab 2 bis 13 Monaten Beschäftigung günstiger, das Honorar eingerechnet. Der Rechner zeigt Kosten, Starttermin und die Variante, die Suchzeit mit einem Freelancer zu überbrücken.

Rechner
Wählen Sie eine Rolle, die Dauer Ihres Bedarfs und ob die Aufgabe danach bestehen bleibt. Tagessatz und Gehalt sind mit Medianwerten aus dem KI-Tagessatz- und Gehaltsindex DACH vorbelegt, alle Werte lassen sich ändern.
Ihr Bedarf
Medianwerte Deutschland aus dem Spitzenbesetzung, KI-Tagessatz- und Gehaltsindex DACH, Ausgabe Q3/2026.
Freelancer
Typische Spanne: 880 bis 1.240 €
Festanstellung
Mittlere 50 Prozent: 84.000 bis 115.000 €
Vorbelegt: BDU-Durchschnitt 2024
Mitte von 12 bis 24 Wochen, Top-20-Report KI-Rollen Mittelstand 2026
Annahme: drei Monate Kündigungsfrist, bitte an Ihre Zielgruppe anpassen
Der Vergleich rechnet mit 0 €, 7.500 € und 15.000 € pro Jahr. Das sind Annahmen ohne Quelle.
Weitere Annahmen anpassen
Annahme: 30 Urlaubstage, gesetzliches Minimum sind 20 bei Fünftagewoche. Krankheit: Destatis, Krankenstand 2025: 14,6 Arbeitstage je Beschäftigten (IAB-Arbeitszeitrechnung). Feiertage: 2026 fallen bundesweit 7 gesetzliche Feiertage auf Werktage, je nach Bundesland 7 bis 9.
Ergebnis
In allen drei Annahmen ist Überbrücken und einstellen je produktivem Tag günstiger als ein Freelancer über die ganze Zeit.
Eine feste Person ist ab 2 bis 11 Monaten Beschäftigung je produktivem Tag günstiger als der Freelancer, das Honorar eingerechnet. Sie startet je nach Annahme in Woche 16 bis 50.
Weil die Aufgabe bleibt, rechnet der Vergleich mindestens bis ein Jahr nach dem Start der festen Person.
| Annahme | Freelancer je Tag | Überbrücken je Tag | Break-even | Start fest |
|---|---|---|---|---|
| Günstig für die Festanstellung | 1.240 € | 747 € | 2 Mon. | Woche 16 |
| Mittlere Annahme | 1.060 € | 848 € | 4 Mon. | Woche 30 |
| Günstig für den Freelancer | 880 € | 869 € | 11 Mon. | Woche 50 |
Detail für die mittlere Annahme
Freelancer
414.339 €
Freelancer deckt den ganzen Bedarf ab.
- je produktivem Tag
- 1.060 €
- produktive Tage
- 391
- Start in Woche
- 2
Offen von Woche 0 bis 2, Freelancer von Woche 2 bis 83
Festanstellung
149.505 €
Nur Festanstellung, die Suchzeit bleibt offen.
- je produktivem Tag
- 711 €
- produktive Tage
- 210
- Start in Woche
- 30
Offen von Woche 0 bis 30, Festanstellung von Woche 30 bis 83
Überbrücken, dann einstellengünstiger
293.415 €
Freelancer bis zum Start der festen Person.
- je produktivem Tag
- 848 €
- produktive Tage
- 346
- Start in Woche
- 2
Offen von Woche 0 bis 2, Freelancer von Woche 2 bis 30, Festanstellung von Woche 30 bis 83
So ist gerechnet
- Arbeitgeberkosten pro Jahr
- 17.945 € (18,6 %)
- Kosten der festen Person pro Jahr
- 121.945 €
- Vermittlungshonorar
- 26.538 €
- Produktive Tage pro Jahr, feste Person
- 208
- Abrechenbare Tage pro Jahr, Freelancer
- 253
- Feste Person je produktivem Tag, dauerhaft
- 585 €
Arbeitgeberanteil nach Beitragsbemessungsgrenzen und Beitragssätze der Sozialversicherung 2026: Renten- und Arbeitslosenversicherung bis 101.400 €, Kranken- und Pflegeversicherung bis 69.750 €, dazu Umlagen U2 und U3. Nicht enthalten: Umlage U1 und Berufsgenossenschaft. Bei weniger als fünf Tagen pro Woche rechnet die Festanstellung in Teilzeit. Der Freelancer-Tagessatz ist der Einkaufspreis inklusive einer möglichen Vermittlungsmarge.
So rechnet der Vergleich
| Baustein | Berechnung | Woher der Wert kommt |
|---|---|---|
| Freelancer | Tagessatz × abrechenbare Tage | Tagessatz: Spitzenbesetzung, KI-Tagessatz- und Gehaltsindex DACH, Ausgabe Q3/2026 |
| Gehalt | Jahreszielvergütung, bei weniger als fünf Tagen anteilig | Median aus dem KI-Index, Deutschland |
| Arbeitgeberkosten | Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung bis zur jeweiligen Grenze, dazu Umlagen U2 und U3 | Beitragssätze und Beitragsbemessungsgrenzen 2026 |
| Besetzung | Honorar in Prozent der Jahreszielvergütung oder eigene Suchkosten | BDU-Durchschnitt 2024: 27,5 Prozent |
| Produktive Tage | Werktage minus Feiertage, Urlaub und Krankheit | Destatis-Krankenstand 2025, Feiertage 2026, Urlaub als Annahme |
| Starttermin | Suchdauer + Kündigungsfrist bei Festanstellung, Vorlauf beim Freelancer | Top-20-Report KI-Rollen 2026, Kündigungsfrist als Annahme |
Maßstab sind die Kosten je produktivem Tag. Ein Freelancer berechnet nur Tage, an denen er arbeitet. Eine feste Person kostet auch an Urlaubs- und Krankheitstagen. Ein Vergleich von Tagessatz und Tagesgehalt ohne diese Korrektur macht die Festanstellung zu günstig.
Drei Varianten im Vergleich
- Freelancer: startet nach dem Vorlauf und deckt den ganzen Zeitraum ab.
- Festanstellung: startet erst nach Suche und Kündigungsfrist. Die Zeit davor bleibt offen. Diese Variante dient als Referenz, weil sie einen Teil des Bedarfs nicht abdeckt.
- Überbrücken, dann einstellen: ein Freelancer arbeitet, bis die feste Person beginnt. Startet so früh wie die erste Variante und ist deshalb fair mit ihr vergleichbar.
Endet ein Projekt vor 24 Monaten, empfiehlt der Rechner den Freelancer. Eine feste Person bezieht danach weiter Gehalt, und diese Kosten lassen sich nicht seriös pauschal beziffern. Bleibt die Aufgabe dauerhaft, rechnet der Vergleich mindestens bis ein Jahr nach dem Start der festen Person.
Ab wann sich die Festanstellung rechnet
Break-even ist die Beschäftigungsdauer, ab der eine feste Person je produktivem Tag weniger kostet als der Freelancer, das Vermittlungshonorar eingerechnet. Die Spanne entsteht aus drei Annahmen: Tagessatz und Gehalt innerhalb der mittleren 50 Prozent des KI-Index, Suchdauer innerhalb der Spanne des Top-20-Reports, Kündigungsfrist von 4 bis 26 Wochen und Arbeitsplatzkosten von 0 bis 15.000 Euro im Jahr. Die letzten beiden sind Annahmen ohne Quelle.
| Rolle | Tagessatz Freelancer | Feste Person je produktivem Tag, mittlere Annahme | Break-even, Spanne | Start der festen Person |
|---|---|---|---|---|
| AI / Machine Learning Engineer | 890 € | 529 € | 2 bis 12 Monate | Woche 16 bis 48 |
| GenAI / LLM / RAG Engineer | 1.060 € | 585 € | 2 bis 11 Monate | Woche 16 bis 50 |
| AI Solutions / Enterprise Architect | 1.250 € | 672 € | 2 bis 9 Monate | Woche 18 bis 52 |
| MLOps / AI Platform Engineer | 950 € | 556 € | 2 bis 11 Monate | Woche 18 bis 50 |
| AI Strategy Consultant / Change | 1.100 € | 561 € | 2 bis 9 Monate | Woche 20 bis 42 |
| AI Product Manager / Owner | 940 € | 548 € | 2 bis 13 Monate | Woche 14 bis 46 |
Die Zahl erklärt, warum sich die Frage selten über den Tagessatz entscheidet. Entscheidend sind Dauer und Starttermin: Wer in vier Wochen jemanden braucht und die Aufgabe dauerhaft hat, fährt mit beiden Wegen gleichzeitig am besten.
Beispielrechnung
GenAI / LLM / RAG Engineer, 24 Monate Bedarf, Vollzeit, Aufgabe bleibt danach bestehen. Tagessatz 1.060 Euro, Jahreszielvergütung 96.500 Euro, Suche 18 Wochen, Kündigungsfrist 12 Wochen.
| Variante | Kosten im Zeitraum | Produktive Tage | Je produktivem Tag |
|---|---|---|---|
| Freelancer | 526.081 € | 496 | 1.060 € |
| Festanstellung | 200.315 € | 297 | 675 € |
| Überbrücken, dann einstellen | 344.225 € | 433 | 795 € |
Die Festanstellung allein ist am billigsten, deckt aber nur 59 Prozent des Bedarfs ab, weil die Person erst in Woche 30 beginnt. Überbrücken und einstellen kostet je produktivem Tag 265 Euro weniger als ein Freelancer über die ganze Zeit. Endet das Projekt dagegen nach sechs Monaten, empfiehlt der Rechner den Freelancer (123.811 Euro für sechs Monate).
Was der Rechner nicht abbildet
- Einarbeitung: Beide brauchen sie. Ihre Dauer hängt am Vorhaben mehr als am Vertragsmodell.
- Wissen im Haus: Eine feste Person baut Wissen auf, das bleibt. Bei Freelancern sichern Sie es über Dokumentation und Übergabe.
- Kündigungen und Ersatzsuche während der Laufzeit.
- Rechtliche Fragen zum Einsatz von Freelancern, etwa bei sehr langen Einsätzen für nur einen Auftraggeber.
- Umlage U1 und Beitrag zur Berufsgenossenschaft, weil beide vom Betrieb abhängen.
Die Rolle ist noch offen?
Wenn Sie noch nicht wissen, welche Rolle Ihr Vorhaben braucht, beantworten Sie zuerst sieben Fragen im KI-Rollen-Finder. Wie teuer das Warten auf eine Besetzung ist, zeigt der Vakanzkosten-Rechner.
Quellen
- Spitzenbesetzung, KI-Tagessatz- und Gehaltsindex DACH, Ausgabe Q3/2026, Datenstand Oktober 2026, n = 345 für Deutschland
- Spitzenbesetzung, Top-20-Report KI-Rollen Mittelstand 2026 (Suchdauer)
- BDU, Facts & Figures zum Personalberatungsmarkt 2025 (Durchschnittshonorar 2024)
- Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026: Beitragsbemessungsgrenzen 101.400 Euro (Renten- und Arbeitslosenversicherung) und 69.750 Euro (Kranken- und Pflegeversicherung) im Jahr
- Beitragssätze 2026: Rentenversicherung 18,6 Prozent, Arbeitslosenversicherung 2,6 Prozent, Krankenversicherung 14,6 Prozent plus durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2,9 Prozent, Pflegeversicherung 3,6 Prozent, Umlage U2 0,22 Prozent, Insolvenzgeldumlage 0,15 Prozent
- Destatis, Krankenstand 2025: 14,6 Arbeitstage je Beschäftigten (IAB-Arbeitszeitrechnung)
Häufige Fragen
Ist ein Freelancer teurer als ein Angestellter?
Je produktivem Tag ja, mit den Medianwerten unseres KI-Index etwa 1,7- bis 2,0-mal so teuer. Je nach Rolle, Tagessatz, Gehalt und Arbeitsplatzkosten kostet eine feste Person ab 2 bis 13 Monaten Beschäftigung je Tag weniger, das Vermittlungshonorar eingerechnet. Der Freelancer startet aber nach Wochen, die feste Person oft erst nach mehr als einem halben Jahr.
Wie hoch sind die Arbeitgeberkosten 2026 auf ein Gehalt?
Für die Sozialversicherung zahlt der Arbeitgeber 2026 bei 90.000 Euro Jahresgehalt rund 17.200 Euro, etwa 19 Prozent. Oberhalb von 69.750 Euro fallen keine weiteren Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung an, oberhalb von 101.400 Euro auch keine für Renten- und Arbeitslosenversicherung. Der Anteil sinkt deshalb mit steigendem Gehalt.
Wie viele produktive Tage hat eine Vollzeitkraft im Jahr?
2026 gibt es 261 Werktage. Abzüglich etwa 8 Feiertagen, 30 Urlaubstagen und 14,6 Krankheitstagen laut Destatis bleiben rund 208 produktive Tage. Ein Freelancer berechnet nur die Tage, an denen er arbeitet.
Wann lohnt sich ein Freelancer?
Wenn der Bedarf zeitlich begrenzt ist, wenn Sie schneller starten müssen, als eine Einstellung dauert, oder wenn Sie Spezialwissen nur für eine Projektphase brauchen. Bei dauerhaftem Bedarf überbrückt ein Freelancer die Suchzeit.
Ist im Tagessatz eine Vermittlungsmarge enthalten?
Die Werte im KI-Index sind kundenseitige Einkaufspreise und enthalten eine mögliche Vermittlungsmarge. Der Rechner vergleicht deshalb, was Sie als Unternehmen zahlen.
Welcher Weg passt zu Ihrer Situation?
Wählen Sie den Pfad, der zu Ihrem Bedarf passt. Jede Erstberatung ist unverbindlich und führt zu einer ehrlichen Markt-Einschätzung.
