Spitzenbesetzung

GenAI-Programm im Konzern: Personalbedarf, Rollen und Staffing

Ein konzernweites GenAI-Programm braucht in der ersten Welle typisch 12 bis 18 dedizierte Köpfe: ein Programm-Lead, eine Plattform-Crew (4 bis 6), zwei bis drei Use-Case-Teams (je 3 bis 4) und eine Governance-Rolle. Externes Staffing überbrückt die Vakanzen, die das Programm sonst um 6 bis 12 Monate verzögern würden.

Notizbuch mit unscharfer Handschrift, Lesebrille und Laptop

Worum es geht, Pain und Gain

Jobs to be done

  • Den realen Personalbedarf je Programm-Welle quantifizieren.
  • Plattform-Crew, Use-Case-Teams und Governance sauber trennen.
  • Festhires und Interim-Verstärkung in einem konsistenten Plan kombinieren.
  • Vakanzbrücken planen, die das Programm nicht verzögern.
  • Budget gegenüber Vorstand und Aufsichtsrat begründen.

Entscheidungs-Framework

Bauplan und Reifegrad
WellePlattform-CrewUse-Case-TeamsGovernanceSumme FTE
Welle 1 (Monat 1 bis 6)3 bis 41 Team à 317 bis 8
Welle 2 (Monat 7 bis 12)5 bis 62 Teams à 3 bis 41 bis 213 bis 16
Welle 3 (Monat 13 bis 24)6 bis 84 Teams à 3 bis 42 bis 322 bis 30
Skaliert (ab Monat 24)8 bis 126+ Teams3 bis 535 bis 60

Pain, woran scheitern GenAI-Programme?

Die häufigsten Muster: Beraterstaffel ohne Wissensaufbau, parallele Eigenentwicklung der gleichen Plattform in mehreren Geschäftseinheiten, fehlende Governance-Rolle bis zum ersten Vorfall, dramatische Unterschätzung der Vakanzzeiten. Jedes dieser Muster kostet typischerweise sechs- bis siebenstellig.

Gain, was ein guter Staffing-Plan leistet

Ein durchdachter Plan zeigt der Vorstandsebene, wann welcher Hebel wirkt: erste Use-Cases in Monat 6, geteilte Plattform ab Monat 9, Skalierung ab Monat 12. Externe Verstärkung wird gezielt eingesetzt, statt die ganze Lieferung an Dienstleister auszulagern. Festhires werden mit echter Funktionsbeschreibung gesucht, nicht mit kopierten Marketing-Floskeln.

Welle 1: starten ohne zu zerfasern

Der Programm-Lead startet zuerst, idealerweise ein erfahrener Head of AI oder AI Architect, gerne Interim. Parallel werden zwei Plattform-Engineers (MLOps, LLM-Plattform) und ein erstes Use-Case-Team mit drei Köpfen besetzt. Eine Governance-Rolle (Teil-FTE) startet sofort und definiert Risikoklassifizierungs-Workflow.

Bis Monat 6 liefert dieses Team einen ersten produktiven Use-Case und eine MVP-Plattform. Wer hier mit 15 Köpfen startet, verschwendet die Hälfte des Budgets in Koordinationsaufwand.

Welle 2: Plattform-Reife und zweites Use-Case-Team

In Welle 2 wächst die Plattform-Crew auf 5 bis 6 Personen (Evaluation-Tooling, Cost-Monitoring, Multi-Tenancy), ein zweites Use-Case-Team kommt dazu. Governance wird voll besetzt, weil mit dem zweiten Use-Case typisch ein regulierter Bereich getroffen wird.

Festhires aus Welle 1 werden integriert, Interim-Brücken laufen aus oder rotieren auf Spezial-Themen (Self-Hosting, Vision, Edge).

Welle 3 und Skalierung

Ab Welle 3 wird das Programm zum AI Center of Excellence, Plattform und Talent-Pool sind etabliert, Use-Case-Teams werden in Geschäftseinheiten ausgelagert. Der Personalbedarf des CoE-Kerns liegt dann bei 8 bis 12, dazu kommen 4 bis 6 Use-Case-Teams. Details im Leitfaden AI Center of Excellence aufbauen.

Vakanzbrücken: realistisch planen

Die meisten Programme scheitern nicht am Plan, sondern an den Vakanzzeiten. 60 bis 70 % der geplanten Hires sind im DACH-Markt nicht in 3 Monaten besetzbar. Ein realistischer Plan beinhaltet von Anfang an externe Verstärkung über Contracting und Lead-Headhunting über Executive Search.

People also ask

Was ist ein GenAI-Programm?

Ein koordiniertes Vorgehen, um generative KI über mehrere Use-Cases im Konzern produktiv und steuerbar einzusetzen, inkl. Plattform, Governance und Talent.

Wie startet man ein GenAI-Programm?

Mit einem Programm-Lead, einer Plattform-Crew von 2 bis 4 Personen und einem ersten Use-Case-Team. Governance läuft parallel.

Wer verantwortet das Programm?

Typisch ein Head of AI oder Chief AI Officer mit direkter Vorstandsanbindung. Operative Lieferung liegt beim Programm-Lead.

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Häufige Fragen

Wie viele Personen braucht ein konzernweites GenAI-Programm?

In Welle 1 typisch 7 bis 8 FTE, in Welle 2 13 bis 16, ab Welle 3 22 bis 30. Skaliertes Programm 35 bis 60 FTE plus Geschäftseinheits-Teams.

Welche Rollen kommen zuerst?

Programm-Lead, zwei Plattform-Engineers, ein erstes Use-Case-Team mit drei Köpfen, eine Governance-Rolle (Teil-FTE).

Wie unterscheiden sich Plattform-Crew und Use-Case-Teams?

Die Plattform-Crew baut wiederverwendbare Komponenten, die Use-Case-Teams liefern konkrete Geschäftsergebnisse. Vermischung ist der häufigste Strukturfehler.

Sollten wir mit Beratung starten?

Beratung passt für Strategie und Programm-Aufsetzung. Für die Lieferung gehören Festhires plus gezielte Interim-Verstärkung, nicht ein Dienstleister-Heer.

Was kostet das Programm?

Welle 1 typisch 1,2 bis 1,8 Mio. Euro Personal, Welle 2 2,5 bis 4,0 Mio. Euro, ab Welle 3 5 bis 10 Mio. Euro pro Jahr. Plus Cloud, Tools und Lizenzen.

Wie viele Hires bekommen wir realistisch in einem Quartal?

Im offenen Markt 1 bis 2 Senior-Profile pro Quartal. Mit aktivem Sourcing und Pool 3 bis 5. Junior-Profile schneller, aber mit Ramp-up-Effekt.

Wann brauchen wir eine Chief-AI-Officer-Position?

Sobald das Programm konzern-weit ausgerollt wird und mehrere Geschäftseinheiten betroffen sind. Im Mittelstand reicht meist ein Head of AI.

Was ist im Personalbudget oft vergessen?

Recruiting-Kosten (Vermittlung, Headhunting), Vakanzkosten der ersten 6 Monate und Onboarding-Zeit für Senior-Profile (typisch 2 bis 3 Monate bis volle Produktivität).

Nächster Schritt

Welcher Weg passt zu Ihrer Situation?

Wählen Sie den Pfad, der zu Ihrem Bedarf passt. Jede Erstberatung ist unverbindlich und führt zu einer ehrlichen Markt-Einschätzung.

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